05.12.2011 - Kreis
Themengebiet: Bildung
Schulmediation durch Senioren – Brücke zwischen Alt und Jung
Mitglieder der Arbeitskreise Soziales und Schule trafen sich am 1. Dezember 2011 zu einem Informationsgespräch mit Dipl.-Psychologin Hildegund Faecks (Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Hessen e.V) und Konrad Wiegand vom Verein „Seniorpartner in School“.
Nach den Gewaltexzessen an der Rütli-Schule in Berlin gründete sich die bundesweite Bewegung aktiver Seniorinnen und Senioren. Tätig sind diese Seniorpartner in 11 Bundesländern, in Hessen seit 2006. Mit ihrer Lebenserfahrung und nach gründlicher Schulung beraten sie in Zweierteams einmal in der Woche Schülerinnen und Schüler, ihre Konflikte gewaltfrei und eigenverantwortlich lösen zu können.
40 Seniormediatoren sind im Landkreis an 20 Schulen aktiv: in Marburg an fast allen Grundschulen und im Landkreis selbst in Stadallendorf (Grundschule 1), Lahntal-Goßfelden, Lohra, Cölbe und neu ab Februar 2012 an der Gesamtschule Niederwalgern. Weitere Grundschulen stehen auf der Warteliste, aber „ es finden sich schwer Senioren, die mitarbeiten wollen“, bedauert Hildegund Faecks. Konrad Wiegand ist seit 2 ½ Jahren an der Bärenbachschule in Stadtallendorf tätig; er freue sich, „vielen Kindern in ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz helfen zu können“. Und Frau Faecks ergänzt: „wir sind erfolgreich, wenn man uns nicht mehr braucht“.
So viel bürgerschaftliches Engagement braucht politische Unterstützung und Förderung, so Markus Schäfer (Vorsitzender AK Soziales) und Werner Waßmuth (Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion) pflichtet ihm bei, „hier profitieren Ältere und Jüngere voneinander. Der gesellschaftliche Nutzen ist immens“.